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230V - Garantiert

(Ver)Wechselspannung

Musical Switch: Körpertausch durch

Starkstromschlag

Fußballfan Tom Kowalski zieht mit seiner hochschwangeren Frau  Jenny in ein „Ehrenwertes Haus“ („Ich war noch niemals in New  York“), in dem „Ordnung“ (Original „Downtown“ aus „Der kleine  Horrorladen“) herrscht. Doch die Bewohner stellen sich als skurril  heraus: Da lebt die Prostituierte Eva Gina die „Männer“ („Die 3  Musketiere“) empfängt, Tür an Tür mit Versicherungsvertreter  Herrn (Roland) Kaiser und dem „Sweet Transvestite“ („Rocky  Horror Picture Show“) Simon Chérie (als köstlicher Conchita  Wurst Aufschnitt). Auch die Hauseigentümerin und Psychologin  Dörte Gestenmeyer-Hagenbeck ist nicht ganz „Klar“ (Jan Delay)  im Kopf und zieht sich mit ihren singenden Hanfpflanzen gerne  mal eine Tüte rein („Wir kiffen“, Stefan Raab). Während Jenny  sich auf das Baby freut („Auf diesen Tag hab ich gewartet“ –  „Tarzan“), will Tom nach einem Stromausfall, der die WM-  Übertragung im Fernsehen gefährdet, am Sicherungskasten den  Strom wiederherstellen und erzeugt einen „Flash“ (Queen), der  die vier übrigen Bewohner die Körper tauschen lässt, da sie  gerade mit Elektrogeräten hantieren. Herr Kaiser wird zu Simon  Chérie, der jetzt Eva Gina wird, während diese den Körper von  Dörte Gerstenmeyer-Hagenbeck übernimmt, die zu Herrn Kaiser  wechselt. Klingt kompliziert, ist es auch…  Als Tom sein Missgeschick bemerkt, erinnert er sich an den Film  „Zurück in die Zukunft“ und will ihnen per Blitz und Stromkabel  „230 Volt in Sekunden“ („American Idiot“) durch die Körper  jagen, um den Körpertausch rückgängig zu machen. Doch just  beim „Stromschlag“ („Headlong“, Queen), hängen auch noch  seine Frau und er am Kabel und das ist „Ein Rock´n´Roll zu viel“  („Starlight Express“). Jetzt ist Herr Kaiser in Toms Körper, der  sich in Jennys schwangerer Hülle befindet, die als Eva Gina ihr  Baby vermisst. Eva steckt in Herrn Kaisers Kleidern und Dörte  und Simon switchen in den jeweils anderen und alle sind sich  einig „Nein es reicht („It´s my life“, Bon Jovi) und Tom (also Herr  Kaiser) fragt sich „Wie kann es möglich sein“ („Mozart“). Um in  ihre alten Körper zu kommen, muss „Der Weg“ („Chasing Cars,  Snow Patrol) zurückgenommen werden: jeder nimmt das  Elektrogerät vom ersten Stromschlag in die Hand und Tom löst  noch einmal am Sicherungskasten einen „Flash“ aus. „Was uns  hier heut geschah“ („River Deep Mountain High“, Tina Turner)  lassen alle zurück in ihren eigenen Körpern Revue passieren,  denn „Es zählt nur das jetzt“ („Rent“). Musikalische Komödie mit Identitätswechseln Identitätswechsel sind in Film und Fernsehen ein beliebtes  Komödienthema. Event-Stage entwickelte aus dieser Idee des  gesamten 230 Volt-Kreativteams (Kira Maxein, Nadine und  Thomas Esser, Patricia  und Markus Psotta) die Rahmenhandlung  für einen amüsanten Musical- und Rock-Abend mit 20 passenden  Songs. Alle sechs Rollen haben so unverwechselbare  Charakterzüge, dass die inneren Figuren in ihren neuen, äußeren  Hüllen immer gut erkennbar bleiben – sei es durch Gestik und  Mimik oder durch sprachliche Besonderheiten, wie sächsischem  Dialekt. Die hohe Schauspielkunst aller Mitwirkenden besteht  natürlich darin, die neue Rolle wirklich überzeugend zu  übernehmen und das klappte bei den bislang durchgehend  ausverkauften Vorstellungen ausgezeichnet. Ob schwules  Händchen, proletenhaftes Gehabe, erotisches Flair, ökologischer  Naturalismus, schwangerschaftliche Gefühlsregungen oder  antiseptische Genauigkeit – alles wurde perfekt mit jedem neuen  Stromschlag auf den nächsten Darsteller übertragen, was beim  Publikum kein Auge trocken ließ.   Erneut ein gelungener Angriff auf das Zwerchfell Nach den drei Teilen der „Reflection“-Musicalgalas und „Ladylike“  ist dem Team mit 230 Volt erneut ein gelungener Rundumschlag  auf das Zwerchfell gelungen, nach dem man erneut Ausschau  halten sollte. Text und Fotos: © Stephan Drewianka; www.musical-world.de, Dieser Bericht erschien ebenfalls in der Musical-Fachzeitschrift  Blickpunkt Musical, Ausgabe 73, 6/14 November 2014-Januar  2015

230V – Garantiert

(Ver)Wechselspannung

Kennen Sie eigentlich die verrückteste  Adresse Oberhausens? Stellen Sie sich  vor, Sie wären das junge Paar Tom &  Jenny, eine kuriose Mischung aus  fanatischem Fußballproleten und einer  extrovertierten Klischeeschwangeren  und hätten sich nichts ahnend für eine  Mietwohnung in genau diesem  ehrenwerten Haus entschieden. Unter  dem Dach der kiffenden  Waldorfpädagogin und Eigentümerin  Dörthe Gerstmeyer-Hagenbeck leben  nämlich neben seltsam riechenden  Pflanzen die Charaktermieter der  etwas anderen Art. Die direkte  Nachbarschaft mit dem homosexuellen  Hobby- Travestiekünstler „Simon  Cheri“, dem „Men of Big Business“  Herrn Kaiser und der sächsischen  Prostituierten „Eva Gina“ bietet dabei  dauerhaft skurrile Begegnungs  situationen. Was zudem Elektrizität mit 230V  (Ver)Wechselspannung noch alles  anrichten kann, präsentiert Ihnen das  erstklassige Ensemble in einem  Frontalangriff auf Ihre Lachmuskeln,  stimmgewaltig eingebettet in Musical-  Highlights und ohrwurmverdächtige  Hits der Rock-Pop Geschichte. Seien  Sie Willkommen in einer Show mit  garantierter (Ver)Wechselspannung!
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